Mittwoch, 21. Oktober 2015

21.10.2015

Täglich grüßt das Murmeltier  oder Kleinvieh macht auch Mist!

Ich bin zum Muffel-Buffel mutiert...quasi eine mid-bau-Kriese!  Wobei es sich tatsächlich um eine Endspurt Kriese handelt. Das Haus ist fertig verputzt, morgen kommt die Heizung und Montag der Estrich. Und dann? Von Beissners gar nicht mehr so viel. Dafür von uns!!!
Wir haben eine eeeeeellenlange To Do Liste. Und ist eins erledigt und abgehakt, kommen etliche neue Aufgaben dazu.
Kleinzeug wie Klingelknopf aussuchen, Hausnummer, Mülltonnen bestellen, Strom und Gas und Telefon und die Genehmigung für eine Einfahrt beantragen, sich seelisch und materiell vorbereiten das ganze Haus zu streichen, das Grundieren nicht vergessen!!Farben, Fußboden und Möbel aussuchen und  Lampen ....tausende Lampen: Innen, Aussen, Badezimmer,....Hossa die Waldfee!!!
das Leben eines Bauherren ist sowas von nicht alltäglich.  Freitag Abend um 9 Uhr. Normale Paare sind da im Kino oder Restaurant oder zumindestens zu Hause auf dem Sofa. Und wir? Im Baumarkt! Toom hat Freitags bis 22 Uhr geöffnet und wir brauchen nen Holzunterstand, Kies, Gartenzaun, Lampen, nen Klingelknopf und und und...
Klingeln aussuchen ist ne echte Herausforderung! es gibt unzählige Melodien! Ich kenne sie nun alle! Der Mann neben uns, der nach Lichtschaltern gesucht hat, ist nun auch bestens informiert, falls er mal ne Klingel benötigt!
Und der Rest des Wochenendes ist stets ausgefüllt mit 4 Millionen Rauspundbrettern auf dem Dachboden befestigen, Kinosesseln reinigen, Möbel abschleifen und neu streichen, Krempel aussortieren und in Kisten packen....aufräumen, aufräumen, aufräumen...
Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, mal um das Haus herum aufzuräumen. Den Bauarbeitern fällt alles mögliche runter... Nägel, Haken, Styropor, Bauschaumreste, Zigarretten, Verpackung, Kaffeebecher.... MÄNNER! ich  krachsel also eifrig ums Haus und grummel vor mich hin.
Fast hätte ein Regenwurm sein Leben lassen müssen, weil ich ihn für einen verrosteten Nagel gehalten habe. 

Ein Loch....













Nein ICH hab keinen Knick in der Optik....ein Unikat!


Fensterbank





A girls best friend: määääh!
Wir waren auf der Infa und ich habe DAS besondere Itüpfelchen für den Garten gefunden!!!   ( nur in kleiner..leider)

















Dienstag, 13. Oktober 2015

Ein Haus ist eine Arche, um der Flut zu entrinnen.
Katherine Mansfield (1888 - 1923)


13.10.2015



Das Rätsel ist gelöst. So sieht er also aus: Der HeizKreisVerteiler
--wie gesagt ich lass einfach die Finger davon


 " Mente da ist noch nen Schlitz!" " Ja ich weiß." " Und wie kriegst du den noch zu?"
" Joah..... da muss ich mir noch was einfallen lassen"
Das war 5 Wochen VOR diesem Foto!!
Der kleine Klaus hat sich dann dem Problem-Schlitz angenommen.

Unser  spezieller Hingucker zwischen Küche und Wohnzimmer.
Ein über Hundert Jahre altes Fenster, das wir dabei sind wieder aufzuarbeiten.
Es kommen noch Scheiben rein.



Der Innenausbau geht natürlich auch weiter.

Fensterbänke

gaaaaaanz wichtiges Utensil zur Zeit ;)

Dreck und Lärm !!



Wo soll der Esstisch stehen?? na da!


 taaaataaataaa  das Abrüsten beginnt ;)















Dienstag, 29. September 2015

In der Provinz ersetzt das Fenster Theater und Spaziergänge.
Gustave Flaubert (1821 - 1880), 
französischer Erzähler
 und Novellist)



Fenster sind ein heiteres Thema. Wie viele sind wo notwendig? Und welche Funktion haben sie denn wirklich?
Die Frage: wer putzt sie, wird bei der Planung zur Nebensache. Wobei es ratsam  ist, diesem Faktor , ein nicht unwesentliches Gewicht zu geben. ( Haha wie lustig. Genau in dem Moment, als ich diesen Satz geschrieben habe, kommt das Servicepersonal ins Zimmer und putzt mein Zimmer um mich
rum ).
Und Fenster sind ja nicht Fenster.  Hat man sich für ein Fenster an Stelle xy entschieden, zieht es einen ganzen Rattenschwanz an Fragen nach sich: Welche Größe, Form, Aussehen soll es denn sein? zu öffnen oder ein festes? Und in welche Richtung zu öffnen? Und welches Glas? Oder wie viel Sprossen? Innen liegend oder außen drauf?  Holz oder Plastik?
Hast du alles entschieden, biste ganz fertig aber stolz....Dann kommt der Rohbau und du stehst zum ersten Mal in dem realen Haus. Begreifst die Realität und schwärmst  davon, wie toll es mal werden wird. Und dann? Kommen die nächsten Fragen! Von den Eltern, Freunden, Nachbarn, mal Vorbeigehern und nur mal gucken Wollern.
Warum habt ihr das denn so gemacht und nicht anders?
Der Wunsch die Mauerer hätten die Schießscharten nicht geschlossen, kommt des Öfteren auf ;)
Aber manchmal kommen die schrägsten Ideen von dir selbst bzw. dem Göttergatten.
Torben findet es ganz doof, dass das Fenster im kleinen Bad  aus Milchglas ist. Der Ausblick ist nämlich wunderschön und man könnte auch zuschauen, wer so alles am Haus vorbeispaziert...
Ja aber dann könnte man auch reinschauen mein Lieber!
Er war drauf und dran Herr Remus anzurufen, nur um raus zu finden, ob er noch immer so ruhig bleibt, wenn Torben ihn bittet,  das eine Fenster umzubestellen. Er möchte Spiegelglas.











Die riesige Wurmfortsatz-Schiebetür
so geht sie auf



die oberen bodentiefen Fenster
So kann man diese komischen Gitter oder Flexiglasschutzwände vermeiden: unteres Element feststehend, nur oben zu öffnen.


der englisch-belgische Giebel




Montag, 21. September 2015

Männer bauen ein Haus,
 Frauen schaffen ein Zuhause
.



Wir erfüllen gerade das  Klischee voll und ganz.
Der Mann geht ganz darin auf, den Boden auf dem Speicher festzuschrauben, jede erdenkliche Stelle mit einer Steckdose oder alternativ Lichtschalter zu versehen. Manchmal treibt er es auch ganz wild und nimmt beides, überkreuz, doppelt oder was weiß ich...Und dann: kommt die Frau daher, guckt den stolzen Mann schräg an, zieht die Augenbraue hoch und zerstört die Illusion des Göttergatten. Böse Frau!
Andersrum ist es auch nicht besser.
Ich verfüge über jede Einrichtungszeitschrift der letzten 12 Monate...oook maybe auch noch länger... viele viele Bücher...und bin pinterest- süchtig. Das liegt einfach in meinen Genen. Die Erfahrung meines Vaters hat Torbens Hoffnung, das würde sich irgendwann mit fortgeschrittenen Alter mal legen und relativieren, gnadenlos zerstört.
 (Das ist übrigens der """Planungsfehler"", der Torben sehr schockiert hat. Er hat, als er das Holz für den Boden des Dachbodens bestellt hat, mit Entsetzen realisiert, dass wir einen 60 m² großen Dachboden haben. Also von der Bodenfläche her.. und dass  man an sehr vielen Stellen stehen kann. Das heißt auch Regale und größere Dinge können aufgehoben werden...und gaaaaaaanz viel anderes Zeug. 
Ach das fällt ihm ja früh auf... und an meinem Grinsen wird ihm klar, dass mir das nicht neu ist...
Jetzt saßen in der endgültigen Planung schon drei Männer mir gegenüber und er wurde dennoch ausgetrickst.Tschaaakaa! )
Gestern habe ich ihm meine Ideen und Pläne präsentieren













Mittwoch, 16. September 2015

 16.9.2015


„Kreativität bedeutet Wagnis: alles 
Neue ist ungewiss, ist nicht konform.
Es bedarf der inneren Freiheit des
Individuums und der Geborgenheit
in seiner Umgebung, um aus dem
sicheren, vertrauten Kreis in
Unbekanntes vorzustoßen.“
Erika Landau [1931 –2013]



Das wundervollste ist greifbar nahe: das Gestalten und Einrichten des Hauses von Innen!! Jaaa ich weiß, wir sind noch vorm Estrich und vor Strom und Co.
Ach Männer..*seufzs* Trotzdem !!
Eigentlich müsste ich nun ein Foto von mir machen. Wie ich hier in diesem Klinikzimmer sitze, das original 70er Jahre ist, mit braunem Teppich, braunen glänzenden Holzschränken und Vertäfelung, hautfarbenen Wänden und Kandynski Kunstdrucken an der Wand und Vorhängen...naja sie sind neuer, fügen sich aber bestens in das Gesamtbild ein.  Die Putzfrau hat vor einigen Tagen aufgegeben bei mir staubsaugen zu wollen, da es einfach zu umständlich ist, immer um die Farbkarten, Einrichtungsbücher und Zeitschriften, Fotos und Baupläne und meine Zeichnungen drumherum zu gurken. Amüsant fand sie aber, wie ich das Zimmer umdekoriert habe.  Mir juckts in den Fingern. Ich kann nicht garantieren, dass ich nicht doch noch Farbe und Pinsel kaufe und das Trauerbild hier mal optimiere.
(Als ich das Zimmer bezogen habe, musste ich übrigens unmittelbar an die Fensterbänke denken, die uns bei der Bemusterung zur Auswahl standen.  Ich werde den Blick  von Herr Remus nicht vergessen, als ich meinte. Die Wahl ist jetzt nicht so schwer. Die beiden sehen aus wie hingekotzt und trocknen gelassen.
Die andere ist ok.
Wobei ich schon wieder verdrängt habe, wie die Auserwählte überhaupt aussieht...
Die Fensterbänke werden bei mir nie Begeisterungsstürme auslösen.  Ich freue mich trotzdem schon sehr darauf, wenn die Fensterbänke und die ..äähm wie auch immer die fußbodengleichen Fensterbänke aussen heissen... eingebaut werden. Das machen nämlich meine wundervollen Maurer :) :) :)   )

Aber bis dahin bewundere ich das Meisterwerk der Klinkerer!! Aus der Ferne....
Was für mich ganz schön doof ist, ist für das Wohlergehen der Männer...besser so.
Wobei es eine interessante Herausforderung wäre,herauszufinden, was die Truppe braucht, um zu reden. Freiwillig.
Mehr oder weniger...wie das bei Männern nun mal so ist.






Huch, wo ist denn die Beissner-Flagge hin? 

nennt sich englischer Giebel